Die Flora
Madeira bedeutet "Holz" - und als die Insel entdeckt wurde erhielt sie diesen Namen wegen der vielen Wälder. Heute heißt sie "schwimmender Garten" oder "Madeira die Blumeninsel". Was schon erahnen lässt, dass viele der prächtigen Blumen erst später hier heimisch wurden. Die größte Blütenpracht entfaltet sich im Frühling und im Herbst. Das gilt vor allem für die südlichen Küstengebiete - aber dank des milden Klimas blüht es das ganze Jahr über. Etwa 16% der Pflanzen sind endemisch, d.h. sie sind ursprünglich und wachsen sonst nirgendwo auf der Welt.
Vornehmlich Kaufleute im 18. Jahrhundert brachten dann attraktive tropische und subtropische Pflanzen nach Madeira und gestalteten damit ihre eigenen Parkanlagen. Viele der Parks sind heute zu besichtigen, wie z.B. "Blandy's Park". Heute zählt man 760 Arten, die 112 Pflanzenfamilien entstammen. Im Mai blühen die Jacaranda-Bäume zart lila und im Herbst die Kapokbäume. Ochideen das ganze Jahr über, ebenso die Bougainvillea, der Hibiskus, die Glockenmalve, die Flamingoblume, die Ballonrebe und die Strelitzie.
- Protea (März-Juni)
- Sternjasmin (März-Juli)
- Madeira-Levkoje (März-August)
- Hortensien (März-September)
- Fackellilie (März-September)
- Korallenbaum (März-Oktober)
- Jacaranda (April-Mai)
- Zylinderputzer (April-Juni)
- Löwenohr (April-September)
- Australischer Flammenbaum (April-September)
- Indisches Blumenrohr (April-Oktober)
- Stolz von Madeira (Mai-Juli)
- Madeira-Orchidee (Mai-Juli)
- Oleander (Mai- August)
- Schmucklilie (Mai-Septemnber)
- Hortensie (Juni-September)
- Montbretie (Juli-August)
- Maiblumenbaum (Juli-September)
- Stolz von Bolivien (Juni-September)
- Feigenkaktus (Juni-September)
- Franjipani (Juni-Oktober)
- Girlandenblume (August-September)
- Brasil. Kapokbaum (September-Oktober)
- Belladonna-Lilie (September-November)
- Florett Seidenbaum (September-November)
- Kap-Efeu (Oktober-Januar)
- Japanische Mispel (Oktober-Dezember)
- Baumaloe (Oktober-Februar)
- Pfefferbaum (Oktober-Februar)
- Madeira Gänsedistel (Oktober-Februar)
- Weihnachtsstern (Oktober-März)
- Eukalyptus (Oktober-März)
- Madeira-Blaustern (November-Dezember)
- Feuerranke (November-Februar)
- Winter-Trompetenbaum (November-Februar)
- Calla (November-Juni)
- Stinkender Lorbeer (November-August)
- Schwanenhalsagave (Dezember-Februar)
- Echte Aloe (Dezember-Juni)
- Prächtiger Natternkopf (Januar-April)
- Korallenbaum (Januar-April)
- Fischfang-Wolfsmilch (Januar-August)
- Wunderbaum/Rizinus (Februar-Oktober)
- Strelitzie
- Bougainvillea
- Afrikanische Aloe
- Engelstrompete
- Große Flamingoblume/Anturie
- Rizinus
- Afrikanischer Tulpenbaum
- Kap-Geißblatt
- Gottesauge
- Christusdorn
- Madeira Hornklee
- Helikonie/Falsche Paradiesvogelblume
- Beerenmalve
- Malayische Banane
- Liebestränen
- Tibouchine
- Roseneibisch/Hibiskus
Fauna
Im Vergleich zur überaus üppigen Flora, ist die Tierwelt Madeiras durchaus bescheiden zu nennen. In den Gewässern herrschen Tiefseefische vor, wie der Espada, der Rotbarsch oder der Schellfisch, ebenso Papageienfische, Brassen, Barben und Sardinen und natürlich der Thunfisch. Wale, Delphine und Mönchsrobben leben hier oder ziehen vorbei.
Zahlreicher ist die Vogelwelt, rund 40 Vogelarten wurden gezählt. Oft sieht man Bussarde. Im Lorbeerwald lebt das Sommergoldhähnchen, an der Küste der Grüne Kanarienvogel, der im Gegensatz zur bekannten Zuchtform eher unscheinbar aussieht in seinem grau-grünen Gefieder. Möwen, Fischreiher und Wellenläufer, Sturmschwalben und schwarze Bulwer-Sturmschwalben sind die häufigsten Seevögel.
Schlangen leben nicht auf Madeira. Die einzige Reptilart ist die kleine Mauereidechse. Rund 700 Insektenarten gibt es, von denen viele endemisch sind. Eine Besonderheit findet sich auf den Desertas, eine Tarantel von rund 4,5 cm Körperlänge. Aber sie ist nur dort zu finden - und nicht auf Madeira selbst.
Madeiras Tierwelt ist ein echter Evolutionstriumph: 40+ einzigartige Insekten und neun Vögel wie das winzige Sommergoldhähnchen oder die elegante Silberhalstaube haben trotz Isolation überlebt. Die Laurisilva schützt diese Schätze besser als jeder Zoo – ein Beweis, dass Natur manchmal schlauer ist als wir Menschen!
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