Geographie
Wo liegt überhaupt die Insel Madeira?
Geographisch gesehen gehört Madeira zu Afrika, aber politisch zu Portugal. Seit 1976 ist Madeira eine autonome Republik. Die Insel liegt ca. 1000 km von Lissabon und 500 km von Afrika und befindet sich ungefähr auf der Höhe von Casablanca. Die kleine Nachbarinsel Porto Santo, die 42 km nordöstlich von Madeira liegt und eine Größe von 45 km2 hat und die unbewohnten Ilhas Desertas, mit einer Fläche von 14 km2, bilden eine Inselgruppe. Die Inseln sind vulkanischen Ursprungs, genau wie die Kanaren, die noch ca. 400 km südlich liegen. Die Hauptinsel Madeira hat eine Fläche von 741 km2. Sie ist etwa 57 km lang und max. 22 km breit. Fast 280.000 Menschen leben hier, die meisten aber in der südlich gelegenen Hauptstadt Funchal.
Hochgebirge und Meeresküste auf engsten Raum ...
Das macht den eigentlichen Reiz der Insel aus, denn Küste und Berge liegen hier so nah beieinander. Vom Meer gelangt man hier schnell ins Hochgebirge. Der höchste Berg ist der Pico Ruívo mit seinen 1862 Meter. Das Innere der Insel ist bergig mit tief eingeschnittenen Tälern. Die Meeresküste fällt fast überallt steil ins Meer hinab. Es gibt einige Sandstrände mit schwarzem Vulkansand.
Geologie
Der vulkanische Ursprung Madeiras ...
Madeira ist vulkanischen Ursprungs und zählt mit den Kanaren, den Kapverden und den Azoren zur Gruppe der makaronesischen („glückseligen“) Inseln. Der Madeira-Archipel ist durch einen Hot Spot (Vulkan am Meeresboden) entstanden. Die Insel ist nur das oberste Viertel des gesamten Vulkansystems. Die Klippen fallen unter der Wasseroberfläche bis zu 4.000 m zum Meeresgrund ab.
Madeira entstand in mehreren vulkanisch aktiven Phasen, wobei die genaue Lage der jeweiligen Krater nicht mehr auszumachen ist. In jeder vulkanischen Phase gab es an mehreren Stellen der Insel Ausbruchszentren. Überbleibsel dieser Phase sieht man an einigen Stellen im Inselinneren, an denen pyroklastisches Gestein von mit basaltischem Material gefüllten Eruptivgängen durchzogen ist. An einigen Stellen im Hochgebirge sieht man außerdem auffällige Kuppeln oder Felsklippen. Hierbei handelt es sich um ehemalige Schlotgänge, die anders als das umgebende Gestein noch nicht von der Erosion abgetragen worden ist.
Die erste Phase der vulkanischen Aktivität begann vor etwa 18 Millionen Jahren und endete im Pliozän vor etwa 3 Millionen Jahren. Sie war durch sehr starke eruptive Ausbrüche gekennzeichnet. In der zweiten Phase der vulkanischen Aktivität, die vor etwa 740.000 Jahren endete, vergrößerten Lavaauswürfe und pyroklastische Sedimente den Inselumfang vor allem am südlichen, westlichen und südöstlichen Rand. Zwei weitere vulkanische Phasen bildeten die Steilhänge im Norden und Süden sowie die Basaltdecken der Hochebene aus. Die letzte vulkanisch aktive Phase begann vor etwa 500.000 Jahren. Da man in einigen Gesteinen Holzkohlestücke gefunden hat, die man mit der Radiokarbon-Methode datieren konnte, schätzt man, dass diese letzte Phase erst vor 6.450 Jahren endete.
Die Flüsse der Insel haben meist ein sehr starkes Gefälle. Zahlreiche Wasserfälle führen direkt zum Meer. Der Pico Ruivo ist mit 1.862 m der höchste Gipfel der Insel und zugleich einer der höchsten Berge Portugals. Die Küste von Madeira ist steil und felsig. Westlich von Câmara de Lobos erhebt sich das Cabo Girão, die höchste Steilklippe Europas (Höhe: 580 m). Die schwer erreichbaren fruchtbaren Landzungen werden von den Einwohnern Madeiras als Fajãs bezeichnet und ebenso wie die Achadas, die kleinen Hochplateaus, dienen als Ackerbauflächen. Im Hochgebirge sind die Böden dagegen sehr dünn und bestehen gelegentlich nur aus Steinen und Kies.
Madeiras Geographie und Geologie erzählen die Geschichte einer Insel, die aus Feuer, Zeit und Erosion entstanden ist und heute zu den eindrucksvollsten Landschaften im Atlantik zählt.
Sie haben Fragen?
Gerne sind wir für Sie da.
Per E-Mail:
info@madeira-a-z.com
Per Telefon:
+351 964 123 302
Per WhatsApp:
+351 964 123 302